So hat Ilka Jackys Geburt miterlebt.Ich habe die ganze Schwangerschaft miterlebt und so schon eine intensive Bindung zum Kind gehabt. Aber die Geburt war dann noch die Sahnehaube. Yvonne die Mutter von Jacky ging mal abgesehen von mir ganz alleine durch die Schwangerschaft. Ich war für sie die Beraterin, die Seelsorgerin und was es noch so gibt. Ich habe mir ihr nachher die Krankenhäuser abgeklappert auf der Suche nach dem Richtigen ;O) Letztendlich hat sie sich für Haan entschieden. So nun aber der Bericht. Wir sind Mittwochsmittags ins Krankenhaus gefahren. Das CTG war nicht so gut, also hat man ihr geraten da zu bleiben und am nächsten morgen einen Belastungstest zu machen. (Wehentropf um zu schaun wie das Kind auf Wehen reagiert) Da Yvonne Krankenhäuser überhaupt nicht mag sogar Angst davor hat, bin ich mit da geblieben. Am Donnerstagmorgen haben sie den Wehentropf angeschlossen. Nach ca. 15 min. kamen die Wehen dann regelmäßig und immer heftiger! Gegen 12 waren die Wehen dann schon so stark, das Yvonne schon nicht mehr laufen konnte und wollte. Die Schmerzen wurde immer schlimmer und die Hebamme sagte nach der Untersuchung, das die Kleine mit dem Kopf gegen einen Knochen drücken würde und das dies der Grund sei warum sie solche Schmerzen hatte. Der Befund war auch nicht so toll. Die Hebamme bot die PDA an. Yvonne entschied sich dafür. Yvonne ist dann aber erst Baden gegangen. Aber dort hat sie es dann auch nicht so lange ausgehalten. Aber es schien ihr etwas besser zu gehen. Da kam auch schon die Anästhesistin. Eine ältere Frau die etwas schroff wirkte. Sie hat Yvonne über die Risiken aufgeklärt, doch danach wollte Yvonne die Pda nicht mehr! Aber sie zogen ihr einfach das T-Shirt hoch. Tasteten ihr den Rücken ab. Yvonne schaute mich an und sagte ich will das nicht. Das sagte ich dann der Ärztin. Doch die meinte: Das ist gut fürs Baby sie werden sehen. Dadurch bekommt das Kind auch mehr Sauerstoff. (Also son Misst hab ich ja noch nie gehört) Yvonne schaute mich noch verzweifelter an. Ich fragte sie, ob sie es wirklich nicht will. Sie sagte nein, das will ich nicht. Da hab ich ihr gesagt, dann sag denen das. Das hat sie dann getan. Beleidigt ist dann die Anästhesistin abgerauscht. Dann hat die Hebamme Yvonne untersucht, und siehe da, der Muttermund war von 5 auf 8 cm geöffnet. Und die Kleine lag auch nicht mehr so ungünstig auf dem Knochen. Yvonne hat dann noch was bekommen damit sich der Muttermund leichter öffnet. Bald darauf kamen die Presswehen. Doch sie wahren nicht stark genug. Sie hat gepresst wie eine Bekloppte, doch es ging und ging nicht weiter. Der Kopf rutschte immer wieder ein Stückchen raus, dann aber wieder rein. Sie bekam noch mal den Wehentropf angehangen. Die Ärztin flüsterte immer irgendwas, was sich verdächtig nach Saugglocke oder Zange anhörte, und nachher habe ich die Hebamme gefragt. Genau das wollte die Ärztin, der ging es nicht schnell genug. Jedenfalls, hat die Hebamme strikt nein gesagt. Der Wehentropf tat seine Wirkung. Die Wehen wurden wieder stärker und hielten länger an. Wir haben Yvonne dann noch mehr nach oben gesetzt. Und als der Kopf dann fast da war, habe ich Yvonne`s Hand genommen und sie an den Kopf gehalten. Danach hat Yvonne noch ein paar mal richtig gepresst, die Hebamme hat einen Dammschnitt gemacht und dann rutschte die Kleine raus. Das werd ich nie vergessen. Die Hebamme saugte die Kleine ab und ich habe die Nabelschnur durch geschnitten. Dann hat Yvonne sie auf den Arm bekommen. Später habe ich Jacky dann angezogen. Sie hat bestimmt ne halbe Stunde durchgebrüllt. :O) Dann habe ich Yvonne die Kleine wieder gegeben. Später kamen wir dann in einen anderen Kreissaal. Dort haben wir Yvonne geholfen die Kleine anzulegen. Ich habe dann noch Fotos gemacht und bin mir dann erst mal eine rauchen gegangen. Dann habe ich noch alle angerufen. Als die Beiden dann aufs Zimmer gekommen sind bin ich überglücklich nach Hause gefahren!! Wenn man bei der Geburt eines Kindes dabei war und so intensiv schon die Schwangerschaft erlebt hat, hat man eine viel innigere Beziehung zu dem Kind. Ich danke Yvonne dafür daß ich dabei sein durfte. LG Ilka |