Geburtsgeschichte von Erik 

(wird am 02.08.2004   10 Jahre alt) 

Erik ist unser erstes Kind und die Schwangerschaft verlief ohne Probleme.  Das einzigste Problem war, daß er schon ziemlich früh auf eigenen Füßen stand - sprich falsch herum in der Gebärmutter stand.  Dementsprechend hartnäckig weigerte sich Erik auch herauszukommen. Der Arzt versuchte zwar irgendwann mal durch „schubsen“ und „drücken“ Erik zu überzeugen, sich endlich mit dem Kopf in die richtige Stellung zu begeben, aber Erik tat das, was er heute immer noch am liebsten tut - nämlich seinen dicken Kopf durchsetzen - und blieb „stehen“. Als er dann 2 (oder 3 Wochen) über der Zeit war, wies der Frauenarzt Angela ins Krankenhaus ein, da er in den Urlaub fahren wollte und kein Risiko eingehen wollte.  Damals empfanden wir das als ziemlich doof, schließlich merkt man doch, wann es an der Zeit ist ins Krankenhaus zu fahren. Im Krankenhaus sagte uns die Hebamme  (die übrigens auch mich (heute 32) zur Weltbrachte und die sich komischer Weise an meine Geburt erinnern konnte (was mir bis heute nicht in den Kopf will), daß Angela zwar versuchen kann,trotz der falschen Lage Erik „normal“ auf die Welt zu bringen, aber auf Grund der Größe mit hoherWahrscheinlichkeit doch ein Kaiserschnitt gemacht werden müßte. Wir überlegten und kamen zum Schluß, daß es für Angela und Erik besser und sicherer ist, gleich einen Kaiserschnitt zu machen. Der 02.08.1994 war ein ziemlich heißer Tag und irgendwie haben sich sämtliche Babys diesen Tag ausgesucht, um auf die Welt zu kommen. Angela war die Erste an diesem Tag mit Kaiserschnitt. Es war irgendwie ein ziemlich komisches Gefühl - für beide. Ich für meinen Teil empfand die OPals rasend schnell. Da ich nicht mit Angela in den OP durfte, musste ich einen Raum weiter warten. Plötzlich kam die Hebamme mit Erik in den Raum und zeigte ihn mir - meinen Sohn. Als er dann auch noch die Augen  für ganz kurze Zeit öffnete überkam mich Stolz und Freude. Irgendwie fiel die ganze Anspannung und die Angst der letzten Wochen von mir. Die Hebamme sagte, daß er völlig gesund sei und daß Angela gleich in den Aufwachraum geschoben wird. Ich durfte dann Erik waschenund auf den Arm nehmen. Im Aufwachraum fragte mich die Hebamme (Angela war noch nicht aufgewacht), ob eine andere Frau sich hiermit in den Raum setzen dürfte,die ebenfalls gleicheinen Kaiserschnitt bekommen sollte - alle anderen Räume wären mit anderen „werdenden“ Müttern schon besetzt. Ich glaube an diesem Tag wurden sämtlicheHebammen aus dem Urlaub zusammengetrommelt,um dem Babyboom Herr zu werden.