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Krankenhaus Geburt von Frederic Frederic12.04.1998 4.900g 56cm 06.07 Uhr am Ostersonntag
Eigentlich sollte Frederic ja früher kommen, doch er hatte von Anfang an einen Dickschädel. Im wahrsten Sinne, wie sich später zeigen sollte. Wir nutzten das schöne Wetter am Samstag und machten mit Franziska einen grossen Waldspaziergang und einen Besuch auf dem Spielplatz. Mit meinem riesen Bauch (Umfang war mittlerweile 1,16m) , war das nicht so einfach und bequem. Doch Franziska hat nicht eher Ruhe gegeben, bis Mutter auch mit ihr gerutscht ist. Das hat unseren Sohn dann wohl doch überzeugt, dass es langsam etwas eng wird. Kaum zu Hause und nach einem warmen Bad gingen die Wehen los. Zwar nicht sehr doll und regelmässig, aber wenigstens etwas. Ich dachte da noch an das bevorstehende Familienfrühstück und fing an den Tisch zu decken und alles vorzubereiten. Franziska war im Bett und wir konnten unsere ausgeliehenen Videofilme schauen. Zwischendurch immer wieder heftiges Ziehen und Rumpelattacken von Frederic (der sich in Startposition drehte). Tja, und kaum im Bett so gegen Mitternacht, Papa hatte gerade die Augen zugemacht, viel mir ein, dass wir ja doch vielleicht mal ins Krankenhaus fahren könnten. Also: Oma anrufen und aus den Federn schmeissen. Papa hat sie abgeholt und ich meine Tasche gepackt. Wenig später trudelten wir dann im Kreissaal ein und wurden von Anja, der Hebamme empfangen. Die machte erst mal ein CTG, welches aber wenig aussagekräftig war. Die Ärztin stellte uns frei, ob wir noch mal nach Hause fahren wollten oder nicht. ch blieb in der Klinik und Stefan fuhr wieder nach Hause. Mit mir zusammen war noch eine andere werdende Mutter auf den Fluren unterwegs. Wir grinsten uns immer an, wenn wir uns trafen. Nach und nach wurden die Wehen dann doch immer unerträglicher und ich ging noch mal zu Anja , der netten Hebamme. Die fühlte mal nach, was sich getan hatte und sagte: Das wird ein Osterhase. Sie können ihren Mann anrufen. Der war hocherfreut, weil er gerade wieder eingeschlafen war Ich durfte wieder ans CTG, während es im Zimmer nebenan zum Entspurt überging. Gleichzeitig mit Eintreffen von Stefan kam dann auch das Baby meiner "Leidensgenossin". Die Gute, hatte es hinter sich. Wenig später konnten wir auch in den Kreissaal umziehen. In Etappen, weil die Wehen mich dann doch in die Knie zwängten. Im Türrahmen blieb ich stehen und musste überlegen, ob ich mich direkt dort auf den Boden schmeissen sollte. Es kam mittlerweile eine Wehe nach den anderen, nur vorran gings nicht. Die Fruchtblase wurde geöffnet, die Wehen wurden noch stärker. Und ich schimpfte in den lautesten Tönen. meinem Mann vielen schon die Arme ab, er stand hinter mir und wurde heftig von mir bearbeitet. Eine Lippe am MM stand noch über und Anja half etwas nach. Uhhii, das war schmerzhaft. Die Ärztin und Anja hockten halb unter mir, weil ich mich auf dem runden Bett hingehockt hatte. Und dann kamen die Presswehen. Ich drückte und presste was das Zeug hielt. Geschafft, der Kopf war draussen, doch dann steckten die Schultern fest. Mit vereinten Kräften von Ärztin und Hebamme liess sich Frederic rausdrehen. Da lag er unser Osterhase. Rot wie eine Tomate und brüllend wie ein Stier. nja, hob ihn hoch und meinte nur: Wow, der Kerlemann wiegt seine 5kg. Vor lauter Wut schitterte eben dieser Kerlemann erst mal alles voll. Ich durfte ihn dann auf den Bauch nehmen und wurde versorgt. m Nebenzimmer angekommen haben wir Franziska und Oma angerufen und von unserem neuen Familienmitglied erzählt. Ja, und während meines kurzen Aufenthaltes in der Klinik waren wir das Gespräch der Station. Denn wer hat schon eine Osterhasen mit fast 5kg gesehen? Mehr von uns unter:
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