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Krankenhaus Geburt von Jaron (wird am 29.08.2004 7 Jahre alt) Jaron ist unser zweites Kind. Aber er hat uns ganz schön Sorgen bereitet und auf Trapp gehalten. Die ersten 3 Monate der Schwangerschaft waren ohne Probleme - doch dann kam´s Ich saß gerade im Keller am Computer, als Angela mich rief - mir läuft es heute noch kalt über den Rücken wenn ich an das Rufen denke und vor allem an das Bild, daß sich mir im Bad bot. Bei der Toilette war alles voller Blut. Ich befürchtete schon, daß es das gewesen wäre. Auf jeden Fall schmiß ich irgendwelche Tücher in das Auto - setzte Angela auf den Beifahrersitz und schoß davon. Heute muß ich sagen, daß in solch einer Situation ein Krankenwagen sinnvoller gewesen wäre. Zum einen weil Liegen dann doch besser ist und zum Anderen, weil ich gefahren bin, als ob mir Michael Schumacher im Genick gesessen hätte. Angela sagte mir auf der ca. 20 minütigen Fahrt des Öfteren, daß ich langsamer fahren solle. Das Ultraschall zeigte zum Glück ein Embryo, daß offensichtlich auch noch lebte. Daraufhin war Liegen angesagt. Der Arzt kam noch mal zu uns ins Zimmer und sagte, daß es auf dem Ultraschall so ausgesehen hat, als ob da ein zweiter Embrio gewesen wäre, aber daß man das jetzt nicht mehr 100% sagen könnte. Er erklärte uns auch, warum er zu diesem Schluß gekommen ist, aber irgendwie weiß ich es nicht mehr. Ich glaube nach 2 oder 3 Wochen durfte Angela dann nach Hause. Wir hatten dann Ruhe bis Ende Juni. Wir wollten zum Hessentag nach Korbach. Der Parkplatz war wohl vorher ein Acker gewesen, jedenfalls verliefen Furchen durch das Gras und das Auto schaukelte kräftig hin und her - obwohl ich nur Schritttempo fuhr. Als wir dann wieder nach Hause fuhren (ohne auf den Hessentag gegangen zu sein), fingen die Schmerzen an. Es endete damit, daß Angela mit frühzeitigen Wehen wieder ins Krankenhaus musste und bis 2 Wochen vor Jarons Geburt „stramm“ liegen musste. Zusätzlich wurde eine Spritze für die „schnellere“ Entwicklung von Jarons Lunge gegeben, da alles so aussah, als wolle er ´ne ganze Ecke zu früh kommen. Die täglichen Antiwehen-Tropf-Infusionen vertrug Angela nicht so gut - die Venen entzündeten sich. Irgendwann kam so eine oberschlaue Hebamme mit der glorreichen Idee einen Venenkatheter bis zum Herz zu legen - über die Halsschlagader. Angela hatte panische Angst und wir beschlossendieser schwachsinnigen Idee entgegenzutreten, denn es gab im Krankenhaus ein Gerät, wo eine Spritze mit dem Antiwehenmittel eingelegt wird (Perfusor statt Tropf). Das Argument, das das Gerät im Einsatz sei, reichte uns nicht. Dann müssten eben weitere Geräte angeschafft werden, war unser Argument. Das wurde auch getan und es half. Angela vertrug diese Art der Verabreichung der Antiwehen-Medizin.Mitte August hieß es dann Tasche packen und nach Hause - für Jaron bestand keine Gefahr mehr, denn er hatte ja einen Termin mit uns.Den ließ Jaron dann locker vergehen und ließ uns dann noch warten. Auch das macht er heute noch gerne- immer muß man ihn 2 bis 3 mal rufen, bis er sich bequemt zu kommen.Am 29.08.1997 um ca. 3.00 Uhr weckte mich Angela. Die Fruchtblase war geplatzt und die Wehen haben schlagartig eingesetzt und die Interwalle verkürzten sich ziemlich schnell.Ich hatte ja jetzt Übung und hatte das Auto in kürzester Zeit mit Handtüchern „ausgestattet“. Da die Wehen in immer kürzeren Abständen kamen, wurde es wieder mal ein Rennen. Das ist halt der Nachteil, wenn man auf dem Lande lebt - da ist das nächste Krankenhaus schon mal etwas weiter weg. Eigentlich wollte Angela in die „Wanne“ zum Entbinden. Beim Warten auf die Ärztin war Angela derMeinung, daß sie noch dringend ein „Geschäft“erledigen müsste, denn schließlich will man ja keine Sauerei in de Wanne haben. Die Überraschung war dann, als die Hebamme zu uns sagte „Das geht nicht mehr ich kann schon den Kopf sehen.“ Die Hebamme und ich schafften es gerade noch, Angela auf die Liege zu legen, als die Geburt bereits richtig anfing - gerade als die Ärztin das Zimmer betrat. Jaron erblickte um 4.00 Uhr das Licht der Welt und dieses Mal war ich mir sicher: Wäre ich zu langsam gefahren, dann wäre es richtig eng geworden. Nun hatte ich eine „normale“ Geburt miterlebt und durfte sogar die Nabelschnur durchtrennen. Und ich war wieder stolz und gerührt - wie bei Erik. Das Einzigste, was ich negativ in Erinnerung habe war die Tatsache, daß die Ärztin einen Dammschnitt machte, da sich die Nabelschnur angeblich um Jarons Hals gelegt hatte, was ich allerdings nicht so in Erinnerung habe. Auf jeden Fall wollte Angela keinen Dammschnitt und ehe ich selber überhaupt mitbekam, daß die Ärztin die Schere schnappte und schnitt war es schon geschehen. Na ja - auch Jaron ist gesund auf die Welt gekommen und das ist für mich das Wichtigste. Aber das wir 2 x große Sorgen um unseren Jaron ausstehen mussten war in dem Moment natürlich vergessen. Dank der modernen Medizin, haben wir doch noch einen gesunden Sohn auf die Welt bringen dürfen und ich wünsche niemanden, daß er solche Angst um sein Baby haben muss wie wir. |