Krankenhaus Geburt von Kimberly

Es war Samstag Vormittag der 23.03.96  Als ich wach wurde und auf Toilette ging. In meiner Unterhose war ein rosa, schleimiger Faden. Ich zeigte das meiner Mutter.  Sie meinte: "Das ist bestimmt der Schleimpfropf, da wird `s jetzt bald los gehen!" Gegen 16 Uhr sind wir ins Krankenhaus gefahren.  Die Ärztin untersuchte mich, und meinte ich solle besser da bleiben. Ich denke mal, ihr war es so lieber,  weil ich damals noch so jung war.16! Ich bekam mein Zimmer. Dort lernte ich meine Bettnachbarin kennen. Sie hießt Steffi. Wir sind heute noch befreundet und sehen uns regelmäßig. Gegen 22 Uhr bekam ich meine erste feste Wehe. Ich klingelte nach der Schwester. Die hat mich dann zum ctg in den Kreissaal geschickt.  Das ctg und der Untersuchungsbefund waren so gut, dass sie mich gleich da behalten haben. Bei Schichtwechsel  kam die Hebamme, die mit uns die Kreissaalführung gemacht hatte. Darüber freute ich mich sehr, denn sie war sehr nett  und mir gleich sympathisch. Ich kam dann in das Vorwehenzimmer. Ich habe es mir dort mir Walkman und Bonbons gemütlich gemacht. Irgendwann bin ich so weg gedöst. Ich wurde wieder wach, als die Hebamme das  Licht an machte. Sie hatte mich weinen hören. Sie wollte mich gerade untersuchen, da ist mir  die Fruchtblase geplatzt.  Janina (die Hebamme) war begeistert! Da habe ich es doch tatsächlich fertig gebracht  und habe die gesamte Eröffnungsfase im Halbschlaf durchgemacht! Die Untersuchung ergab 10 cm offen! Also habe ich mir ein paar Binden vorgelegt und habe meine Mutter angerufen. Die hatte wohl schon am Telefon geklebt, denn sie war nach noch nicht einmal Klingeln direkt dran ! Als sie im Kreissaal ankam,  (was nicht lange dauerte :0) ) war es 3 Uhr.  Ich bekam einen Einlauf. (was ich nicht so toll fand) Und dann ging es auch schon rund! Die Wehen wurden immer heftiger und kamen in immer kürzeren Abständen. Doch Kimberly lag mit dem Kopf  schief im Geburtskanal! Die Hebamme ermunterte mich mal auf zu stehen und mich an der Pritsche festhaltend etwas breitbeiniger hin zu stellen und mir dem Becken zu kreisen... Das tat schon gut...aber an der Situation hat sich nix geändert.. Die Ärztin wurde hin zu gerufen.  Sie hat mich dann verband  immer nach 5 Wehen  die Position zu wechseln! Von links auf den Rücken und dann nach rechts.  Und das Alles auf dieser schmalen "Pritsche"  Und nach jeder Wehe schaute sie nach ob der Kopf endlich gerade liegt! Das tat weh! Irgendwann hab ich meine Mutter gefragt ob die keinen Kaiserschnitt machen können.  Doch sie meinte es sei dafür zu spät!  Dann endlich kamen die Presswehen (ich rief nach Janina ) und der Kopf  war dann auch gerade! Ich habe gepresst wie ne Bekloppte.  So das die Hebamme mich ermahnen musste,  dass ich zwischendurch auch Luft holen müsse  damit das Baby Sauerstoff bekommt. Dann hat die Ärztin einen Dammschnitt gemacht.  Da hab ich den ganzen Kreissaal  zusammen geschrieen.  Das war für mich das schlimmste überhaupt!  Noch mal habe ich gepresst, da ging mir langsam die Puste aus, Die Hebamme hat dann meine Hand genommen und sie auf das Köpfchen von Kimberly gelegt (das schon etwas "rausluckte") Da hab ich dann noch mal alle Kraft zusammen  genommen und noch mal gepresst. Und schwups war sie da! Ich habe immer nur gerufen: Mein Mädchen mein Mädchen... und hab geweint vor Freude..Auf der Karte steht Sonntagskind 55 cm 3400 gr. 6.20 Uhr Kim. Denn eigentlich wollte ich dass sie Kim heißt, aber das ging laut Standesamt nicht! Da müsste ich einen 2.Namen hinter setzen. Und da hab ich sie halt Kimberly genannt!  Was ich blöd fand war, dass ich sie nicht sofort auf den Bauch bekommen habe! Ich hab sie erst nach dem Abnabeln  und Fruchtwasser absaugen eingepackt in einer Decke bekommen! Aber sie war und ist gesund und munter! Ich werde eins nie vergessen! Wie wir uns in die Augen geschaut haben!!! Ich war so Glücklich und erleichtert!  Und meine Mutter erst!  Der möchte ich übrigens noch mal  ganz herzlich Danke sagen!  Du warst eine spitzenmäßige Geburtbegleitung ! DANKE