Krankenhaus Geburt von Marcel

Während meiner zweiten Schwangerschaft  machte mein Mann seinen Führerschein. Der Stress verursachte bei mir leichte Veränderungen  in den Blutwerten. Deswegen musste ich öfter ins Krankenhaus , bei dem letzten Aufenthalt   lernte ich die Freundin  eines alten Bekannten meines Mannes kennen.  Wir haben uns direkt angefreundet  und uns sehr gut verstanden.  (Die Bekannte ist Knuddelmutti also Ilka)  Sie bekam Ihr Kind, ein süßes Mädchen, an einem Sonntag und ich wurde den Dienstag danach entlassen weil nichts bei mir passierte. Ilka meinte ich würde spätestens Freitag  das Kind bekommen doch ich meinte nur „Wenn Du gehst , kommt das Kind“.  Wie schon geschrieben  machte mein Mann seinen Führerschein  und ich fuhr ihn meistens. Am Ende der Schwangerschaft fiel es immer schwerer  doch half es mir beweglich zu bleiben. Am Freitagabend fuhren wir von der Fahrschule nach Hause und beim aussteigen platzte meine Fruchtblase  und ich stand in einer Pfütze und das mitten auf der Straße. Mein Mann fragte  ob ich direkt ins Krankenhaus fahren wollte doch ich wollte erst nach oben gehen.  Eine Dusche konnte nicht schaden dachte ich mir.   Aber selbst unter der Dusche hatte ich noch keine Wehe  also legte ich mich ca.23 Uhr ins Bett.  Gegen halb 3 morgens wurde ich wach  weil ich ein unangenehmes Gefühl im Bauch hatte.   Die Wehen bei der ersten Geburt waren im Rücken  also wusste ich nicht genau ob das jetzt Wehen waren.  Um niemanden zu wecken ging ich erst einmal leise  ins Badezimmer um zu gucken  ob vielleicht Blut im Schlüpfer war.   Doch außer Schleim war nichts zu sehen  und natürlich jede Menge Fruchtwasser.  Dafür hatte ich aber Stuhlgang.   Als ich fertig war hatte dieses unangenehme Gefühl im Bauch  auch nachgelassen und ich habe mich wieder ins Bett gelegt. Auf einmal werde ich wach und bekomme kaum noch Luft.  Es war als ob  mir einer einen Luftballon im Bauch aufblasen würde.  Nach einem Blick auf die Uhr wusste ich das es halb 5 waren.Ich machte meinen Mann wach, und innerhalb von zehn Minuten hatte er  unseren ältesten Sohn zur Nachbarin gebracht und weil er keine Sachen zum umziehen mitgenommen hatte  habe ich einen Korb gepackt. Meinen Mann traf fast der Schlag  als er mich abholen wollte weil das Taxi mittlerweile da war.   „ Mit allen 5 Minuten Wehen packst Du noch den Korb.  Ich glaube Du spinnst.“   Also zog ich mich fertig an und ging runter zum Taxi.  Während dieser Zeit brachte mein Mann den Korb weg.   Am Wagen trafen wir uns dann.  Ich hatte das Gefühl der Fahrer nahm jedes Schlagloch bis zum Krankenhaus mit. Dort angekommen mussten wir direkt in den Kreissaal gehen. Dort wartete schon eine Ärztin und eine Hebamme auf mich.   Nachdem das CTG angelegt wurde  hat mich die Ärztin untersucht und erstaunt angesehen  weil der Muttermund schon vollständig offen war. Ich bin dann noch in den Kreissaal gegangen und dort habe ich dann auf die Uhr schauen können. Es waren mittlerweile zehn vor fünf  und auf die Frage ob ich pressen müsste habe ich geantwortet „ ja , schon seit ich aufgewacht bin.“  Also wurde noch schnell der Zugang gelegt  und dann ging es in die Endphase . Nach ein paar Presswehen wurde unser zweiter Sohn um zehn nach 5 geboren.  Während ich entbunden habe   kämpfte noch eine andere Frau mit den Wehen   und unsere Hebamme hatte etwas Stress und ich wurde erst gegen 6 Uhr komplett fertig gemacht .  Das heißt die Dammnaht wurde genäht von der ich nicht wusste das sie gemacht worden war. Auf das Zimmer wurde ich so gegen 8 Uhr gebracht, wo ich erst einmal herzhaft gefrühstückt habe.   Natürlich mit meinem Sohn neben mir.