Krankenhaus Geburt von Maximilian

Max war bereits drei Tage über dem Termin und ich hatte das Gefühl platzen zu müssen. Dieser Sommer war außerdem noch extrem heiß und unsere alte Wohnung war direkt unterm Dach, wir hatten also bis zu 40ºC Temperatur in der Wohnung. Ich muss schon ziemlich ekelhaft gewesen sein, denn am Montag dem 31.Mai 1999 ist Christian ins Bauhaus gefahren um eine Klimaanlage zu kaufen, damit es für mich erträglicher wird. Und das wurde es auch. An diesem Abend schlief ich gleich im Wohnzimmer, so genoss ich die Klimaanlage. Und wie's der Zufall will, wachte ich um ca. 23.30 mit Bauchschmerzen auf. Ob das nun endlich Wehen waren, ich war mir nicht sicher, also ließ ich mir ein Bad ein. In der Wanne wurden meine Schmerzen stärker und so wusste ich, dass es meine Wehen waren. Ich stieg aus der Wanne und setzte Kaffee auf, dann weckte ich Christian und als ich ihm sagte, dass sein Kleiner jetzt raus will, sprang er aus dem Bett und wollte gleich losfahren, da meine Wehen schon im 5-Minuten-Abstand kamen. Doch ich sagte er soll erst mal wach werden und einen oder Zwei Kaffee trinken, denn es eilt nicht. Und während er seinen Kaffee trank überprüfte ich noch einmal meine Tasche und ging danach auf die Toilette und ich blutete bereits. Also fuhren wir gegen 4.30 Uhr in die Klinik. Dort angekommen, wurde ich erst einmal ans CTG gehängt und es wurde ein Ultraschall gemacht. Meine Wehen kamen nun schon alle 2 Minuten und so maschierten wir in den Kreissaal. Da meine Schmerzen immer stärker wurden und ich zudem auch noch falsch atmete wurde mir übel und ich musste erst mal kot... Der Druck wurde immer stärker und so stach mir die Hebamme meine Fruchtwasserblase auf, danach ließ der Druck etwas nach, aber nicht lange, dann hatte ich meine erste Presswehe und mit ihr kam auch der Kopf, zumindest fast. Denn Max blieb mit seinem riesen Schädel stecken. Jetzt wurde der leitende Arzt und ein Kinderarzt gerufen und ein Notkaiserschnitt wurde vorbereitet. Das waren die schlimmsten Minuten, denn ich durfte nicht mehr weiterpressen, sondern musste jede Wehe überatmen. Der Arzt nahm nun Blut auf dem Kopf des Babys um seinen pH-Wert zu messen und so herauszufinden ob unser Kleiner eine normale Entbindung schaffen würde. Der Test war positiv und so konnte die Geburt weitergehen. Doch ich hatte jetzt keine Kraft und auch absolut keine Lust mehr und so setzte der Arzt die Schere zum Dammschnitt an, die Hebamme griff nach dem Kopf des Kindes und der Kinderarzt drückte auf meinen Bauch und mit der nächsten Wehe kam Max mit einem gewaltigen Schrei zur Welt. Ich bekam ihn aber nicht auf den Bauch, er wurde sofort zur Untersuchung gebracht, damit man sicher gehen konnte, dass er gesund war. Nach 15 Minuten bekam ich dann einen kerngesunden Jungen zurück. Und schon waren all die Schmerzen vergessen. Die Geburt dauerte zwar nur 6 Stunden, aber so eine Entbindung wünsche ich keiner.